Direkt zum Inhalt

Soziale Lage

In diesem Themenschwerpunkt wird die soziale Lage von Solo-Selbstständigen und Hybriderwerbstätigen in den darstellenden Künsten fokussiert. Diese wird anhand der Ergebnisse des Forschungsprojekts „Systemcheck“ dargestellt.

Von 2021 bis 2023 hat ein interdisziplinär aufgestelltes Team im Rahmen des Forschungsprojekts „Systemcheck“ des Bundesverbands Freie Darstellende Künste e. V. in Kooperation mit dem ensemble-netzwerk e. V., dem Institut für interdisziplinäre Arbeitswissenschaft und dem Institute for Cultural Governance die soziale Sicherung von Solo-Selbstständigen und Hybriderwerbstätigen in den darstellenden Künsten erforscht.

Ziel des Projektes war die Formulierung von Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der sozialen Absicherung von Solo-Selbstständigen und Hybriderwerbstätigen.

Die Inhalte des Kapitels „Soziale Lage“ basieren auf den Ergebnissen des Forschungsprojekts.

Die Texte wurden von den „Systemcheck“-Projektpartner*innen im Zeitraum 2021–2023 erarbeitet bzw. in Auftrag gegeben und redigiert.

Ausgangslage

Solo-Selbstständige und Hybriderwerbstätige, die in den darstellenden Künsten arbeiten, befinden sich häufig in einer prekären wirtschaftlichen Lage. Die Einkommen sind in der Regel niedrig, unsicher und unregelmäßig. Das führt oft zu finanzieller Instabilität und zu Herausforderungen bei der sozialen Absicherung. Trotz der Künstlersozialkasse (KSK) sind viele selbstständig in den darstellenden Künsten Tätige nicht in der Lage, ausreichende Rentenansprüche aufzubauen, was langfristig zur Altersarmut führen kann. Auch gegen andere Lebensrisiken wie längere Krankheit oder Arbeitslosigkeit, sind die Akteur*innen unzureichend abgesichert.

Viele der Akteur*innen bewegen sich außerdem nicht nur in den freien darstellenden Künsten, sondern auch als Gastierende im Stadt- und Staatstheater oder in anderen Branchen, und sie kombinieren in ihren Erwerbsbiografien die Erwerbsstatus „(Solo-)Selbstständigkeit“ und „abhängige Beschäftigung“ synchron wie seriell.

Auch für die Hybriderwerbstätigen, d. h. Personen, die abhängige und nichtabhängige Beschäftigung seriell oder synchron kombinieren, ist die Absicherung prekär. Sie kämpfen besonders mit Absicherungslücken, die aus ihrem „Status Hopping“ entstehen.

Die Kombination aus unregelmäßigen Einkommen, dem Fehlen von dauerhaften Anstellungsverhältnissen und der Herausforderung, in das bestehende soziale Sicherungssystem integriert zu werden, führt zu einer komplexen und oft sehr belastenden Situation für Hybriderwerbstätige.

Lebens- und Arbeitsrealitäten in den darstellenden Künsten

Die Arbeitswelt der darstellenden Künste ist bekannt für ihre Vielfalt und Komplexität. In diesem facettenreichen Feld existieren unterschiedlichste Erwerbsmodelle. Um einen tieferen Einblick in die Lebenswelt zu geben, werden hier zwei typische Erwerbsbiografien präsentiert.

mehr erfahren

Soziale Sicherung Solo-Selbstständiger und Hybriderwerbstätiger

Informationen zur Erwerbssituation von Solo-Selbstständigen und Hybriderwerbstätigen in den darstellenden Künsten

mehr erfahren

Handlungsempfehlungen

Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der sozialen Absicherung von Solo-Selbstständigen und Hybriderwerbstätigen in den darstellenden Künsten

mehr erfahren

Glossar

Das Glossar mit über 100 Begriffen rund um die Arbeitssituation und die soziale Absicherung von Solo-Selbstständigen und Hybrid-Erwerbstätigen in den darstellenden Künsten

mehr erfahren